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Soda
Weihnachten in Istanbul
Gustavo y Giselle II und ein bischen tanzen gehen
Wieder zurück in Buenos Aires geht es in die zweite vergnügliche Woche mit Gustavo und Giselle in der Papellera.
Tagsüber haben wir frei und schlendern durch die Stadt, bewundern die überall in der Stadt entstandenen Fahrradwege, stellt euch das mal vor – Radwege hier in Buenos Aires. Das ist eine der sofort sichtbaren Veränderungen in der Stadt! Dann kehren wir in das eine oder andere kleine Cafe ein.
Die Kurse sind sehr voll: bis zu 50 Paare finden sich von neun bis halb Eins in San Telmo ein,um jeden Abend eine Sequenz im Milonguerostil und eine offene Sequenz zu erobern.
Von Profis bis zu neugierigen Touristen ist alles dabei, und viele kommen wieder, die ganze Woche.
Nach den Kursen geht es zur Milonga oder aber auch einfach in die Kneipen im Viertel um noch gemeinsam mit Freunden den Abend ausklingen zu lassen.
Auf der Suche nach einem schönen, alten Grammophon für die Esquina bummeln wir über einige Flohmärkte und finden dann in einer Seitenstraße bei Omar, einem Antiquitätenhändler, das was wir suchen: ganz oben auf einem alten Schrank blinkert uns ein geiler Trichter an.
Sommerstiefel?
Sexteto Milonguero in der Viruta
Sexteto Milonguero im La Viruta
Sexteto Milonguero in der Viruta
Iguazu
Einen weiteren Tag in Rosario verbringen wir in der Hauptsache am Strand des Parana, genauer gesagt auf einer großen Insel dort. Wir verpassen die letzte Fähre zurück und harren mit ca. 100 anderen Sonnenanbetern auf ein zusätzliches Schiff, dass uns wieder zurück bringt. Danach essen wir zusammen mit Rubia und Roja einen Flußfisch und trinken einen leckeren Wein.
Am nächsten Tag nehmen wir den Übernachtbus nach Puerte Iguazu.
Die Fahrt dauert ungefähr 16 Stunden, ist aber nicht so strapatiös wie man annehmen könnte, und so kommen wir einigermaßen ausgeruht in der Nähe der unglaublichen Wasserfälle an.
Den ersten Spaziergang machen wir gleich ans Flußufer zu den Tres Fronteras: hier treffen Argentinien, Paraguay und Brasilien aufeinander; alle Länder durch den Fluß zueinander getrennt. Ein erhebender Anblick!!!
Am Donnerstag stehen wir früh auf und nehmen einen Bus, der uns zu den Cataratas bringt. Es ist schon früh heiß, die Sonne brennt, im Gepäck haben wir drei Liter Wasser und fünf Liter Sonnenmilch.
Wir verbringen zehn Stunden im Nationalpark, laufen langsam und kommen aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Es sind viele Menschen mit uns unterwegs und alle versuchen, ganz allein auf das Foto zu kommen. Das ist ziemlich lustig zu beobachten, und auch wir warten die Schlangen von Menschen ab, um Fotos zu machen, auf denen man denken kann, dass wir den Park für uns haben!!
Am Abend sind wir ziemlich erschlagen und haben kleine Sonnenschäden zu verzeichnen! Eine Boga und eine Dorade und ein leckerer Torrontés gleichen diese aber mehr als aus.
Am nächsten Tag fahren wir auf die brasilenische Seite der Wasserfälle. Auch hier im Nationalpark, ebenso wie auf der argentinischen Seite, zahlen ausländische Touristen erheblich mehr Eintrtt als Einheimische … (Argentiner mehr als Brasilenos, Deutsche mehr als Argentinier)
Sensationelle Ausblicke auf das Naturschauspiel und viel Wasser auch hier. Der Park hier ist nicht ganz so schön angelegt, trotzdem sind die Aussichten beeindruckend. Spät dran für Sylvester und ein bischen unentschlossen, gehen wir noch in den Vogelpark und werden reichlich belohnt.
Wir sehen alle möglichen Papageienarten, Tucane, Flamingos und etliche andere Vögel und müssen uns zum Schluß beeilen, damit wir überhaupt noch nachhause kommen.
Wir gönnen uns ein opulentes Sylvesteressen und prosten euch zu! Dann laufen wir in Erwartung eines spektakulären Feuerwerks an die Tres Frontieras – allein das Lichterschauspiel hält sich zurück…Naturschutzgebiete sind halt manchmal anders…..
Und dann ein verträumter Neujahrsmorgen im diesigen, schwülen und dann auch noch regnerischen Puerte Iguazu.
Gustavo y Giselle
Nach der Woche in Winterschuhen geht es gleich in die erste intensive Tangowoche bei Gustavo Naveira und Giselle Ann in der Papellera in San Telmo.
Das Tango Universum öffnet sich für uns, und wir üben und fluchen und staunen und freuen uns, dass wir dabei sein können!
Es ist soviel mehr als nur ein Kurs zum tanzen lernen. Außerdem ist das Thema speziell – Estilo Milonguero con Gustavo, einem der Erneuerer des Tango.
Was uns auch fasziniert – der Kontakt zu den “alten Milongueros”, der generelle Respekt ihnen gegenüber, aber auch die Respektlosigkeit im Detail.
Aber, der Boden in der Papellera ist katastrophal und jetzt tauschen wir das Schuhproblem. Ich laufe in der Mittagspause los, auf der Suche nach passendem Schuhwerk.
Nach dem ersten Tag gehen wir mit Freunden ins Gricel zum tanzen und am Donnerstag schaffen wir es immerhin spät ins Niño Bien.
An den anderen Abenden reicht die Energie nicht mehr zum ausgehen.
Freitag ist Heiligabend !!! Wir flitzen in der Mittagspause los zum einkaufen und kochen dann später mit Freunden bei uns (zuhause). Es gibt ein kleines Weihnachtsfeuerwerk, das wir vom Balkon aus bewundern und dann sinken wir in den frühen Morgenstunden zufrieden und erschöpft ins Bett.
Der abschliessende Höhepunkt der Woche ist die gemeinsame Milonga mit drei Showtanzpaaren in der Papellera. Hier ist jetzt ein bischen mehr Zeit zu tanzen und mit den anderen Teilnehmern, die wie immer international bunt zusammengewürfelt sind, zu quatschen.
Sonntag geht es früh am Morgen, gegen 12 Uhr, nach Rosario zu Analía. Wir schlafen ein bischen im Bus und kommen am späten Nachmittag an.
Abends machen wir einen Spaziergang am Flußufer und bewundern das phänomenale Fahnendenkmal, und dann geht es zur Milonga de Las Chirusas.
Wir verbringen einen wunderschönen Milongaabend bei Analía und fühlen uns ganz wie zuhause.